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Innovations-Community – Intention und Philosophie

Freitag, 06. August 2010 Autor: Christian Weiler 4,443 Aufrufe keine Kommentare

Eine aktive Innovations-Community ist das Fundament, um echte Innovationen hervorzubringen. Wie jede Gemeinschaft benötigt auch die Innovationsgemeinde einer Organisation gemeinsame Zielsetzungen(Intention) sowie Spielregeln (Philosophie). Innovationen entstehen dann, wenn die kreative Kraft des einzelnen einen Entfaltungsraum bekommt und im Zusammenspiel mit anderen diese Kraft verstärkt wird.

Intention
Innovations-Management ist ein Forum für alle Mitarbeiter werden, in das

  • produktbezogene
  • geschäftsmodellverändernde
  • organisationentwickelnde

Ideen eingebracht werden können.
Die Community ist die maßgebliche Plattform für die Diskussion und das Feedback zu Ideen sowie deren Bewertung und die Meinungsbildung. Die Gemeinschaft befreit aber nicht den Initiator einer Idee von seiner Leidenschaft für seinen kreativen Betrag und den festen Glauben an diesen. Dieses Engagement für eine Idee zeichnet Innovations-Champions aus. Innovationsmanagement muss darauf ausgerichtet sein über die Community Innovations-Champions zu identifizieren.
Die zentralen Aufgaben dieser Mitglieder der Community sind:

  • die Inspiration für neue Ideen und Gedankenanstöße zu geben und damit die Kreativität andere Mitglieder für weitere Ideen zu inspirieren, eine Ideenlawine auszulösen
  • Ideen trotz aller Widerstände und gegen alle ursprünglichen Skeptiker weiter zu verfolgen.
    Viele der großen Innovationen in der letzten Jahrzehnte hatten anfänglich keinen klaren Mehrwert oder Business Case.

Weitere Intention von Innovationsmanagement ist es vorgegebene innovative Konzepte gemeinsam zu verfolgen. In die Community vorgegeben Themen einzusteuern und damit die Ideengenerierung und Ausgestaltung zu lenken.

Philosophie
Zentrale Eckpfeiler der Philosophie einer Innovations-Community sind:
Offenheit und Transparenz
Wie zugänglich ist Innovationsmanagement in der Organisation?

  • Zugänglichkeit für jeden Mitarbeiter im Unternehmen
  • Zugänglichkeit zu allen Bereichen der Community unabhängig von der Rolle
  • Zugänglichkeit zu allen Informationen
  • Bereitstellung des Wissens und Kreativität eines einzelnen für alle Mitglieder der Community

Kollektive Intelligenz

  • Gemeinsame Entwicklung an vorgegebenen Konzepten
  • Weiterentwicklung von Ideen durch Impulse vieler Teilnehmer
  • Interaktion aller Teilnehmer führt zu einem flexibel wachsenden System
  • Sammlung, Kommunikation und Austausch des Wissens
  • Vernetzung von Intelligenz und Wissen gibt Impulse für neue Innovationen

Selbstregulierender Organismus

  • Vermeidung von regulierenden Gremien zur Steuerung des Systems
  • Bewertung von Wissen und Ideen durch die Teilnehmer
  • Selbstbestimmung und Anonymität der Teilnehmer
  • Bildung von inhaltlichen Strukturen (Ideen, Konzepte)
  • Bildung von Teilnehmer-Strukturen (Gruppen)

Wettbewerbscharakter und Incentivierung

  • Wettbewerb der Ideen, der Konzepte und des Wissens zur schnelleren Erlangung des gemeinsamen Ziels
  • Ausprägung von spielerischen Zügen
  • Orientiert sich der Innovationsprozess an Phasen, Meilensteinen oder an ähnlichen Abschnitten
  • Gezielte Förderung und Budgetallokation für Ideen
  • Demonstration der eigenen Leistungsstärke und Kreativität unabhängig von der Position in der Organisation

Fazit
Innovationsmanagement umfassend adressiert, das Fundament, die „Innovations-Community“ entfaltet ihre Wirkung am stärksten, wenn:

  1. alle Teilnehmer einer Organisation  im Innovationsprozess einbezogen sind
  2. Innovationsmanagement nicht ausschließlich auf die Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen zentriert ist und
  3. die Annahmen, die das Geschäfts- und Organisationsmodell eines Unternehmens ausmachen, im Sinne der Anpassung an die sich verändernde Umwelt aus Kunden, Lieferanten, Gesellschaft und Technologie hinterfragt werden kann und die Kultur, die ein Organisation ausmacht veränderbar wird.

Dieser Artikel wurde geschrieben von:

Christian Weiler

Christian Weiler ist Initiator und erster Autor des Blogs "Köpfe für Deutschland". In diesem Blog berichtet er über seine Erfahrungen mit der Entwicklung von der „Informationsgesellschaft“ zur „Kreativgesellschaft“ und wie Ideen- und Innovations-Communities die Veränderungen der Unternehmenskultur fördern.

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