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Welchen Wert hat eine Idee?

Mittwoch, 15. September 2010 Autor: Christian Weiler 17,842 Aufrufe keine Kommentare

Meine Erfahrung zeigt, dass in sehr vielen Organisationen grundsätzlich kein Mangel an Ideen vorherrscht. Oftmals bedarf es nur ein paar gezielter Maßnahmen, um die Kreativität und damit das große Ideenpotential von Ihren Mitarbeitern, Geschäftspartner und Kunden abzurufen.
Welchen Wert haben diese Ideen?
Die ernüchternde Antwort ist, dass eine Idee zu Beginn keinen Wert hat (NULL EURO). Wenn man es großzügig sieht, dann könnte man für eine Idee 50ct als Wert annehmen. Der Wert einer Idee entsteht erst durch den gezielten und durchdachten Umgang mit derselben.
Dennoch besteht in Organisationen, bei jedem einzelnen Mitarbeiter, eine hohe Motivation und Antrieb Ideen hervorzubringen und diese auszugestalten.
Die wesentlichen Motivationstreiber sind:

Monetäre Anreize:

  • Direkter Bezug: Die Idee hat hohes Potential und einen klaren Business Case è neues Produkt oder Dienstleistung (direkt mit der Idee verbundene persönliche Ziele)
  • Indirekter Bezug: Die persönlichen Ziele (Business Case) ist zwar ein anderer, ich kann aber über einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Idee einen monetären Nutzen erzielen

Anerkennung:

  • „Mein Name wird mit der Idee und dem Erfolg verbunden“ - Der Wert meiner Expertise, der persönliche Marktwert steigt

Zugehörigkeit:

  • „Ich war dabei“
  • „Ich bin Teil eines positiven Ganzen, wertvolles Mitglied eines starken Teams“
  • „Ich konnte einen Beitrag leisten“

Neugier:

  • Austausch mit anderen – von anderen lernen
  • Wissensdurst
  • Persönliche Weiterentwicklung

oder einfach nur Spaß.

Betrachte man die Motivationsfaktoren genauer, so stellt man fest, dass der zuerst genannte monetäre Anreiz in der Rangfolge, in den letzten Jahren, nach hinten gerutscht ist. Insbesondere junge Leistungsträger bewerten die Attraktivität eines Unternehmens, für das sie ihre kreative Kraft einbringen, nach nicht monetären Gesichtspunkten.
Neugier und Spaß sind beispielsweise die wesentlichen Treiber von Communities und sozialen Netzwerken.

Die zentrale Frage nach dem Wert einer Idee kann wie folgt beantwortet werden:
Der Wert einer Idee kann durch den gezielten und durchdachten Umgang mit derselben entstehen. Innovationsmanagement ist eine Aufgabe, der sich eine Organisation 24 Stunden, 7 Tage die Woche widmen muss. Der Fokus muss dabei auf die 3 Prozessfelder, der Generierung von Ideen (Ideation), der sinnvollen Bewertung und Auswahl von Ideen (Innovation Gap) sowie der stringenten Förderung und Steuerung bei der Umsetzung von Ideen im Rahmen von Innovationsprojekten (Innovatin Execution), liegen.

Gibt es eine Währung für Ideen?
Diese Frage kann eine Organisation grundsätzlich positiv für sich beantworten. Der für die Organisation definierte Innovationsprozess ermöglicht es Ideen entsprechend ihres Reifegrades zu bewerten. Entscheidet sich eine Organisation für den Aufbau einer Innovations-Community, als treibendes Element für Ideen und Innovationen, so wird diese den Wert und damit die Attraktivität einer Idee, wie einen Aktienkurs steigen oder fallen lassen.

Dieser Artikel wurde geschrieben von:

Christian Weiler

Christian Weiler ist Initiator und erster Autor des Blogs "Köpfe für Deutschland". In diesem Blog berichtet er über seine Erfahrungen mit der Entwicklung von der „Informationsgesellschaft“ zur „Kreativgesellschaft“ und wie Ideen- und Innovations-Communities die Veränderungen der Unternehmenskultur fördern.

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